Radtour zu einigen Standorten ehemaliger hannoverscher KZ's (aktualisiert am 9. Mai, dem Europa-Tag)

Liebe Interessierte des Radwandersportes!

Anlass dieser Radtour war das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren (8.Mai) und damit verbunden die Befreiung der sieben hannoverschen KZ's, die sich in der Nähe von lokalen Großbetrieben befunden haben, wie z.B. Conti oder Varta. Heute sind an den ehemaligen Standorten Gedenktafeln aufgestellt. Treffpunkt für diese Radtour war ....

... die Fackelträgersäule am Maschsee-Nordufer.

Wegen der Corona-Auflagen wurde im ganz kleinen, privaten Kreise geradelt. Zunächst ging es ein Stück am Maschsee und an der Leine entlang bis zum Olympia-Stützpunkt. Schneller Graben, Ihme und Leine waren die folgenden Wegpunkte. In Höhe des Baugebietes "Wasserstadt Limmer" führte die Route scharf links auf die erste Gedenktafel (KZ Limmer) zu. Dann folgten als nächste Haltepunkte die Gedenkstätte Ahlem und das KZ Ahlem auf dem Heisterberg, wo eine ausgiebige Mittagspause eingelegt wurde. Über Letter und das Klosterforst Marienwerder war das KZ-Denkmal an der Garbsener Landstraße schnell erreicht. Direkt gegenüber liegt der Wissenschaftspark Garbsen, wo sich weitere Gedenktafeln, ua. das des KZ's und des Zwangsarbeiterlagers Stöcken, befinden. Durch die Stöckener Leinemasch und die Herrenhäuser Gärten führte die Route am Königsworther Platz in die hannoversche City zum Zielpunkt.

Kommentar: Die Radtour verbindet insgesamt vier Standorte ehemaliger KZ's miteinander, wo heute Gedenktafeln mit detaillierten Infos aufgestellt sind. Es wurde überwiegend auf Radwegen gefahren, die abseits der verkehrsreichen Straßen liegen. Als besonders erholungs- und fahrradfreundlich zeichneten sich die Leinemasch, das Klosterforst Marienwerder mit dem Hinüberschen Park und die Herrenhäuser Gärten aus. Eine Einkehr war wegen der Corona-Auflagen nirgendwo mehr möglich. Picknick im Grünen mit Thermosflasche und Butterbrotdose hieß das Motto. Die benutzten Radwege waren flach und gut befahrbar, die Durchschnittsgeschwindigkeit lag nie über 15 km/h. Alles in allem: eine Radtour mit viel Input und zum Gedenken an unrühmliche hannoversche Stadtgeschichte. Die ursprünglich im Tourenportal des ADFC Hannover angekündigte Radtour wurde wegen der Corona-Krise storniert.

Dieselbe Tour, die eine Woche später von Bad Nenndorf aus starten sollte, wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der Tourenbegleiter